Pyramiden von Gizeh

File 332Sie sind das Sinnbild, das Wahrzeichen und die ungeschlagene Touristenattraktion Ägyptens: die Pyramiden von Gizeh. Imposant erheben sich die Spitzen der drei großen und mehreren kleineren Pyramiden am Stadtrand von Gizeh, einem Vorort der ägyptischen Hauptstadt, dessen Häuserreihen sich beinahe schon bis an das alleinige Überbleibsel der ehemals 7 Weltwunder herantrauen. Aber eben nur fast: während man auf der einen Seite auf das staubige Straßenchaos Gizehs blickt, wartet auf der anderen Seite der Anblick der grenzenlosen Sahara auf das touristische Auge. Begleitet vom Röhren der Kamele und den niemals endenden Verkaufsangeboten der Händler und Touristenführer erfährt auch das Besuchserlebnis an den Pyramiden den Spagat zwischen Alt und Neu.

File 251Ein jeder kennt sie: die große Frage nach dem "Wie". Bis heute ist es nicht eindeutig geklärt, auf welche Weise die bis zu 138 Meter hohen Pyramiden gebaut wurden. Fest steht aber: ihre Errichtung war ein Werk für die Ewigkeit, denn auch wenn inzwischen der glättende Kalkverputz fehlt und die Zeit nicht spurlos an den circa 4500 Jahre alten Bauwerken vorüber gegangen ist, so haben sie bislang doch kaum etwas von ihrer Altehrwürdigkeit und Imposanz eingebüßt. Jeder der Steinquader, aus denen die stufengleichen Pharaonengräber bestehen, wiegt um die 2 Tonnen und ist etwa anderthalb Meter hoch – die Anzahl an Quadern, die allein für den Bau der Cheopspyramide verwendet wurden, wird auf über 2 Millionen geschätzt. File 254Die Cheopspyramide ist die größte und älteste der drei großen Pyramiden, gefolgt von der Chephren- und der Mykerinospyramide. Mumien, Grabbeigaben und geheimnisvolle Hieroglyphenrollen findet man aber nicht mehr in ihrem Inneren – alle Ausstellungsstücke wurden längst in das Ägyptische Museum transferiert. Besichtigen kann man einen kleinen Teil der Grabgänge aber dennoch, und auch die über das ganze Gelände verstreuten Grabkammern bieten einen sehr interessanten Einblick in die Memorialkultur des alten Ägyptens.
Sollten Sie die Pyramiden unter einheimischer Führung erkunden wollen, so empfiehlt sich das Mitbringen eines ausgefeilten Verhandlungsgeschicks oder das Buchen einer organisierten Tour im Hotel. Die Kamelführer, Kutscheninhaber und Souvenirverkäufer vor Ort sind nicht nur überaus aufdringlich, sondern auch überaus geschickt darin, sie im Handumdrehen zu einem Trinkgeld zu nötigen. Lassen Sie sich dadurch aber keinesfalls von einem Besuch bei den Pyramiden abhalten – sie sind ein Muss auf jeder Ägyptenreise!